
TUM Limnology Unit – Limnologische Forschungsstation Iffeldorf
Die Limnologische Forschungsstation in Iffeldorf ist ein zentraler Ort für limnologische Forschung, Lehre und wissenschaftlichen Austausch an der Technischen Universität München. Als eigenständige Betriebseinheit der TUM School of Life Sciences bündelt die Limnology Unit die Infrastruktur für seenkundliche Feldforschung, experimentelle Limnologie und interdisziplinäre Wasserforschung.
Von den Anfängen bis heute: Die Erfolgsgeschichte der Forschungsstation Iffeldorf
Seit 2025 ist die Station zugleich Sitz des neu gegründeten Lehrstuhls Global Change Limnology unter der Leitung von Prof. Dr. Ann-Marie Waldvogel. Dies stärkt damit die Forschung zu den Auswirkungen globaler Umweltveränderungen auf aquatische Ökosysteme. Eingebettet in die einzigartige Seenlandschaft der Osterseen bietet die Station ideale Voraussetzungen für innovative, feldbasierte Forschung und praxisnahe Lehre.
Gegründet wurde die Forschungsstation 1987 auf Initiative von Prof. Dr. Arnulf Melzer, dem Begründer der Limnologie an der TUM. Ausgehend von einem einzelnen Gebäude wurde der Standort unter seiner Leitung über die Jahrzehnte hinweg kontinuierlich erweitert und wissenschaftlich geprägt. Dabei wurde der Um- und Ausbau der Gebäude maßgeblich von studentischem Engagement geprägt und spiegelt die bis heute außergewöhnlich gut aufeinander abgestimmte Funktionalität der Infrastruktur wider. In den vergangenen Jahrzehnten unter der Leitung von Prof. Melzer lag der Forschungsfokus insbesondere auf der Erforschung von Makrophyten und Diatomeen.
In den Jahren 2013 bis 2025 leitete Prof. Dr. Jürgen Geist (Lehrstuhl für Aquatische Systembiologie) die Station: Das Forschungsspektrum wurde erweitert und unter anderem um Arbeiten zu Cyanobakterien ergänzt. Darüber hinaus diente die Station als Basis für zahlreiche langjährige Untersuchungen einer Vielzahl an Seen der Bayerischen Alpen. Aus diesen Arbeiten ging unter anderem die viel beachtete Zusammenfassung „Bayerische Seen im Klimawandel“ hervor, die einen umfassenden Überblick über den Zustand und die Entwicklung bayerischer Seen unter veränderten Klimabedingungen gibt.
Blaualgen Warn-App aus Iffeldorf
Bayerische Seen im Klimawandel - Forschungsergebnisse der TUM
Der menschengemachte Klimawandel verändert die physikalischen und chemischen Bedingungen in Seen und bringt ihre ökologischen Gleichgewichte ins Wanken. Besonders in Bayern zeigen große und kleine Seen deutlich, wie sich diese Veränderungen auf Lebensgemeinschaften und aquatische Biodiversität auswirken. Dadurch werden auch wichtige Nutzungen der Seen durch den Menschen zunehmend beeinträchtigt.
Zur Broschüre [Stand: Juli 2022, pdf, 27 MB]
Moderne Infrastruktur für limnologische Forschung
Die Limnology Unit verfügt über drei Hauptgebäude, ein Bootshaus sowie die Remise als Außenanlage für aquatische Experimente. Moderne Labor- und Arbeitsräume, Boote, spezialisierte Feld- und Messtechnik sowie Seminar- und Veranstaltungsflächen in unmittelbarer Nähe zu den Untersuchungsgewässern schaffen optimale Bedingungen für Forschung, Lehre und wissenschaftlichen Austausch. Die Station bietet Raum für internationale Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, praxisorientierte Lehrformate, Workshops und Netzwerktreffen und ist fest in die Studienprogramme der TUM School of Life Sciences eingebunden.


Ihre Ansprechpartnerin
Kirsten Menzel
Tel. +49 8856 8100
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