DFG verlängert Forschungsverbund „BATenergy“ – Starke Beteiligung von TUM und Helmholtz Zentrum München
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Der Sonderforschungsbereich/Transregio TRR 333 „Braunes und beiges Fett – Organinteraktionen, Signalwege und Energiehaushalt (BATenergy)“ untersucht die Rolle von braunem Fettgewebe und dessen Bedeutung für den Stoffwechsel. Im Zentrum der Forschung stehen energieverbrauchende braune Adipozyten und deren Beitrag zur Regulierung des Energiehaushalts. Ziel ist es, die Energiebalance insbesondere bei Patientinnen und Patienten mit Stoffwechselerkrankungen wiederherzustellen und neue therapeutische Ansätze zu entwickeln.
Braunes und beiges Fettgewebe unterscheidet sich grundlegend von klassischem weißem Fett: Es kann Energie nicht nur speichern, sondern aktiv in Wärme umwandeln. Dadurch spielt es eine zentrale physiologische Rolle im Energiestoffwechsel und bietet vielversprechende Ansatzpunkte zur Behandlung weit verbreiteter Erkrankungen wie Adipositas, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
In der neuen Förderperiode konnten mehrere Projekte von Forschenden der TUM und des Helmholtz Zentrums München erfolgreich eingeworben werden. Beteiligt sind die Arbeitsgruppen Bartelt, Fromme, Herzig/Georgiadi, Klingenspor, Krahmer, Timper sowie Uhlenhaut, die gezielt nach neuen Molekülen suchen. Darüber hinaus wurde die Integrated Research Training Group unter der Leitung von Prof. Martin Klingenspor erneut bewilligt, die gezielt den wissenschaftlichen Nachwuchs innerhalb des Verbunds fördert.
Fokus auf menschliches Fettgewebe und innovative Modelle
Ein besonderer Schwerpunkt der kommenden Förderphase liegt auf der Erforschung menschlichen braunen Fettgewebes. Ergänzend dazu kommen innovative Organoid-Modelle zum Einsatz, die zentrale Eigenschaften des Gewebes im Labor nachbilden und neue experimentelle Zugänge ermöglichen.
Prof. Henriette Uhlenhaut, Vize-Sprecherin: “Dieses besondere Format, bestehend aus Expertinnen und Experten unterschiedlichester Fachrichtungen, ermöglicht nicht nur den Einsatz neuster Omics-Technologien sondern auch eine enge Zusammenarbeit zwischen Klinik und Labor. Dieses bis jetzt unterschätzte Organ wird zukünftig die Entwicklung neuer biomedizinischer Anwendungen ermöglichen", betont Vize-Sprecherin Prof. Henriette Uhlenhaut.
Die Sonderforschungsbereiche (SFB) der DFG zählen zu den bedeutendsten Förderformaten für die Spitzenforschung in Deutschland. Sie schaffen den Rahmen für langfristige, interdisziplinäre und anspruchsvolle Forschungsprogramme. In der Regel werden sie zunächst für vier Jahre bewilligt und können auf eine Gesamtförderdauer von bis zu zwölf Jahren angelegt sein. Als Transregio (SFB/TRR) wird ein Sonderforschungsbereich bezeichnet, bei dem mehrere wissenschaftliche Einrichtungen standortübergreifend zusammenarbeiten.
Weitere Informationen
- TRR „Braunes und beiges Fett – Organinteraktionen, Signalwege und Energiehaushalt (BATenergy)“(externer Link) (Universität Bonn, Sprecher: Professor Dr. Alexander Pfeifer; ebenfalls antragstellend: Universität Hamburg / TU München)
- Pressemitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (StMWK)
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