TUM School of Life Sciences feiert Master-Absolventinnen und -Absolventen aus 54 Nationen
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In seiner Ansprache würdigte der Dekan der TUM School of Life Sciences, Prof. Dr. Martin Klingenspor, die Absolventinnen und Absolventen als eine Generation, die bereit sei, bestehende Annahmen zu hinterfragen, globale Herausforderungen anzugehen und die Zukunft durch Wissenschaft und Innovation mitzugestalten. Er betonte die besondere Rolle der Lebenswissenschaften bei der Bewältigung einiger der dringendsten Herausforderungen unserer Zeit, darunter Klimawandel, globale Gesundheit, Verlust der biologischen Vielfalt und Ernährungssicherheit. Zugleich ermutigte er die Absolventinnen und Absolventen, Unsicherheit als wesentlichen Bestandteil wissenschaftlicher Erkenntnis zu akzeptieren, und erinnerte daran: „Scheitern ist nicht das Gegenteil von Erfolg. Vielmehr ist es ein Teil der Methode.“
Einen ähnlich zukunftsorientierten Akzent setzte Prof. Dr. Jeanne Rubner, Vice President für Global Communication and Public Engagement der TUM. Sie hob hervor, dass Absolventinnen und Absolventen die Universität mit weit mehr als nur fachlicher Expertise verlassen. Während ihres Studiums hätten sie gelernt, mit Komplexität umzugehen, Unsicherheiten kritisch zu bewerten und Probleme zu lösen, für die es selten einfache Antworten gibt – Fähigkeiten, die in einer sich rasch wandelnden Welt zunehmend an Bedeutung gewinnen. Mit Blick auf die Herausforderungen unserer Gesellschaft unterstrich sie die Bedeutung interdisziplinären Denkens und wissenschaftlicher Integrität. „Unsere Gesellschaft braucht nicht in erster Linie mehr isolierte Antworten. Sie braucht Menschen, die mit Komplexität umgehen können, ohne vor ihr zurückzuweichen“, sagte sie zur Abschlussklasse.
Prof. Dr. Wilfried Schwab, Prodekan für Studium und Lehre, richtete den Fokus auf die ausgezeichneten beruflichen Perspektiven der Absolventinnen und Absolventen der TUM School of Life Sciences. Er betonte, dass die Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz, Innovationskraft und unternehmerischem Denken an der TUM eine starke Grundlage für erfolgreiche Karrieren und gesellschaftlich relevante Beiträge bilde. Er verwies auf die starke Innovations- und Gründungskultur der TUM: Studierende können ihre Ideen bei UnternehmerTUM – einem der erfolgreichsten Innovations- und Gründerzentren Europas – direkt in die Praxis umsetzen und weiterentwickeln. Schon während des Studiums können sie so den Grundstein für praxisnahe Lösungen und erfolgreiche Unternehmen legen.
Eines der Unternehmen, das seinen Ursprung an der TUM hat, ist air up – ein Trinksystem, das Wasser allein durch Duft aromatisiert. Gründer Fabian Schlang studierte zunächst Ernährungswissenschaften und absolvierte anschließend den Masterstudiengang Food Technology and Biotechnology an der TUM School of Life Sciences. Als erfolgreicher Alumnus berichtete er auf der Bühne von seinem unternehmerischen Werdegang und zeigte eindrucksvoll, wie sich die oft mit dem Studienabschluss verbundene Unsicherheit durch Innovationsgeist und Beharrlichkeit in Chancen verwandeln lässt.
Die Auszeichnungen für die besten Masterarbeiten wurden von Oberbürgermeisterin Monika Schwind überreicht, die in dieser Funktion erstmals an der Abschlussfeier teilnahm. Die Feier im Jahr 2026 markierte zugleich einen weiteren Meilenstein: Erstmals wurden die Preise im Rahmen der Graduation Ceremony der School of Life Sciences verliehen. Sieben Absolventinnen und Absolventen – jeweils stellvertretend für die wissenschaftlichen Fachbereiche der School of Life Sciences – wurden für ihre mit der Bestnote 1,0 bewerteten Masterarbeiten ausgezeichnet. Nach persönlichen Laudationes erhielten die Preisträgerinnen und Preisträger ihre Urkunden. Drei Ausgezeichnete, die nicht persönlich anwesend sein konnten, nahmen per Videobotschaft an der Ehrung teil.
Den feierlichen Höhepunkt bildete das traditionelle Hutwerfen (Cap Toss), das Dekan Klingenspor mit dem Kommando „air up“ einleitete. Begleitet vom Lumina Quartet verließen die frischgebackenen Alumni anschließend unter den Klängen von „We Are the Champions“ den Saal und setzten damit einen stimmungsvollen Schlusspunkt unter die Feierlichkeiten.
Die Preisträgerinnen und Preisträger für die beste Masterarbeit des akademischen Jahres 24/25 verliehen durch die Oberbürgermeisterin der Stadt Freising lauten:
| Name | Studienbereich | Titel der Masterarbeit |
| Charlotte Antonia Hülsmann | Agrar- und Gartenbauwissenschaften | The Role of Fungal Endophytes in Arabidopsis Iron Nutrition at Alkaline pH |
| Patrick Wolf | Biowissenschaften | The beech transcriptome in a future German climate |
| Johanna Zou | Brau- und Lebensmitteltechnologie, Bioprozesstechnik | Impedance spectroscopy during glycine crystallization |
| Timotius Crone-Rawe | Ernährungswissenschaft | A multi-omics approach to the functional analysis of the gut microbiome |
| David Liebler | Forstwissenschaft und Ressourcenmanagement | Signs of Change: Recent Trends and their Impact on Future Forest Transformation in the Northern Hemisphere |
| Katharina Veltman | Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung | Variation in flowering plant communities and floral resources along a natural regeneration gradient in a lowland tropical rainforest in Ecuador |
| Anna-Lena Albien | Lebensmittelchemie | Molecular sensory analysis of the interaction between key flavor compounds and melanoidins in coffee beverages |
Hier geht es zu einem Einblick in die Absolventenfeier Agrar- und Gartenbauwissenschaften 2026.