Willkommen, Ana Mora-Boza!
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Prof. Mora-Boza ist Biomaterialwissenschaftlerin an der Schnittstelle von Stammzellbiologie und fortgeschrittener in vitro-Modellierung. Ihre Forschung konzentriert sich auf die Entwicklung von organoidbasierten und mikrophysiologischen Systemen unter Verwendung von Stammzellen und patientenabgeleiteten Proben. Dadurch wird es möglich, Gewebefunktionen und chronische Entzündungserkrankungen zu untersuchen, insbesondere im Kontext biologischer Diversität und geschlechtsspezifischer Unterschiede. Prof. Mora-Bozas Ziel ist es, prädiktive humanbasierte Modelle zu schaffen, die Tierversuche reduzieren und die Entwicklung personalisierter Therapien unterstützen.
Was fasziniert Prof. Ana Mora-Boza besonders an ihrem Fachgebiet?
„Was mich an meinem Forschungsgebiet am meisten fasziniert, ist das transformative Potenzial von Organoiden, sowohl gesellschaftliche als auch wissenschaftliche Herausforderungen anzugehen. Ich finde es großartig, wie sie die Komplexität menschlicher Organe nachbilden können, was uns ermöglicht, Krankheitsmechanismen zu untersuchen, potenzielle Therapien zu testen und die menschliche Biologie zu modellieren“, sagt Prof. Mora-Boza.
„Ich schätze auch ihr Potenzial, die Abhängigkeit von Tierversuchen zu verringern und Tiermodelle zu ergänzen, welche die Vielfalt des Menschen nicht vollständig abbilden können. Besonders begeistert bin ich von der Aussicht, Organoide zu nutzen, um eine Brücke zwischen Grundlagenforschung und praktischen Anwendungen zu schlagen und so letztlich zu Lösungen beizutragen, die die menschliche Gesundheit verbessern können.“
Worauf freut sich Prof. Ana Mora-Boza bei ihrer Arbeit am TUM Campus in Freising?
„Ich freue mich darauf, ein interdisziplinäres Team aus neugierigen, motivierten und kooperativen Forscherinnen und Forschern aufzubauen, die komplexe biologische Fragestellungen aus verschiedenen Perspektiven erforschen möchten. Eine meiner wichtigsten Prioritäten ist es, der biologischen Diversität mehr Gewicht zu verleihen und Krankheiten in den Fokus zu rücken, die in der Forschung bisher zu wenig untersucht oder unterrepräsentiert waren. In diesem Zusammenhang wird sich einer der Forschungsschwerpunkte, den ich etablieren möchte, auf die Gesundheit von Frauen konzentrieren, insbesondere darauf, wie Schwankungen der Sexualhormone im Laufe des weiblichen Lebens die Physiologie, das Auftreten von Krankheiten und deren Verlauf beeinflussen“, erklärt Prof. Mora-Boza.
Und sie ergänzt: „Besonders begeistert bin ich davon, Biomaterialien, Mikrofluidik, Bioingenieurwesen und Stammzellbiologie zu kombinieren, um fortschrittliche und physiologisch relevantere Modellsysteme zu entwickeln. Ich bin überzeugt, dass wir durch die Integration dieser Disziplinen die spezifische Komplexität des menschlichen Organismus besser erfassen und aussagekräftigere sowie wirkungsvollere Forschungsergebnisse erzielen können. Über meine eigene Forschung hinaus freue ich mich sehr darauf, mit Kolleginnen und Kollegen und herausragenden Forschern an der TUM und im gesamten Münchner Raum zusammenzuarbeiten. Ich betrachte dies als eine einzigartige Gelegenheit, Ideen auszutauschen, bedeutsame Kooperationen aufzubauen und zu einer lebendigen und unterstützenden wissenschaftlichen Gemeinschaft beizutragen.“
Über Ana Mora-Boza: Sie studierte Biotechnologie an der Universidad Pablo de Olavide, Sevilla (Spanien), und promovierte in Materialwissenschaft und -technik an der Universidad Carlos III, Madrid (Spanien). Sie forschte als Postdoc am Georgia Institute of Technology (USA) sowie an der University of Galway (Irland). Schließlich trat Ana Mora-Boza im Februar 2026 ihre Rudolf-Mößbauer-Assistenzprofessur an der TUM in Freising-Weihenstephan an.