Willkommen, Samuel Breselge!
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Prof. Breselge untersucht, wie Mikroorganismen wie Bakterien und Hefen in Lebensmitteln und Getränken zusammenarbeiten. Besonders interessiert ihn, was bei der Herstellung von fermentierten Produkten passiert – also zum Beispiel bei Joghurt, Kefir, Sauerkraut oder Kombucha. Bei Kombucha handelt es sich zudem um ein sogenanntes funktionelles Getränk, das nicht nur den Durst löschen soll, sondern auch konkrete Vorteile für die Gesundheit verspricht. Breselge möchte erforschen, inwiefern die angepriesenen und beworbenen Effekte dieser Getränke tatsächlich belegbar sind.
„Welche Getränke, Inhaltsstoffe und Mikroorganismen haben tatsächlich einen Mehrwert? Und wie können wir sichere, hochwertige und gesundheitsförderliche Produkte entwickeln? Mit unserer Forschung möchte ich dazu beitragen, dieses Potenzial wissenschaftlich fundiert zu erschließen,“ erläutert Samuel Breselge. Er forscht dabei an der Schnittstelle von Mikrobiologie, Biotechnologie und Lebensmittelwissenschaft.
Was fasziniert Prof. Samuel Breselge besonders an seinem Fachgebiet?
„Mich fasziniert an meinem Forschungsgebiet die Verbindung von Grundlagenforschung und angewandter Forschung. Einerseits geht es darum, neues Wissen zu schaffen und grundlegende biologische Zusammenhänge besser zu verstehen. Andererseits motiviert es mich zu sehen, wie aus diesen Erkenntnissen konkrete Anwendungen oder Lösungen für reale Probleme entstehen können,“ erläutert Professor Breselge.
Im Bereich fermentierter und funktioneller Getränke begeistert ihn vor allem die enorme Vielfalt: „Weltweit gibt es eine große Bandbreite traditioneller und moderner fermentierter Getränke, die durch komplexe mikrobielle Gemeinschaften geprägt werden. Viele dieser Mikroorganismen tragen entscheidend zu Aroma, Textur, Haltbarkeit und möglicherweise auch zu gesundheitsbezogenen Eigenschaften bei.“
„Besonders spannend ist, dass wir in fermentierten Lebensmitteln noch immer sehr viel Neues entdecken können“, so Breselge. In einer großen internationalen Studie, an der er als Co-Autor beteiligt war, wurden verschiedene (fermentierte) Lebensmittel untersucht. Dabei wurde ein erheblicher Anteil bisher unbeschriebener Mikroorganismen gefunden. Dies verdeutlicht aus seiner Sicht, wie viel unentdecktes Potenzial in diesen Lebensmitteln steckt.
Worauf freut sich Prof. Samuel Breselge bei seiner Arbeit am TUM Campus in Freising?
Am TUM Campus in Freising freut sich Prof. Breselge insbesondere auf das interdisziplinäre Umfeld und die Verbindung von Forschung und Lehre:
„An meiner Arbeit an der TUM School of Life Sciences freue ich mich auf die Verbindung von Forschung, Lehre und interdisziplinärer Zusammenarbeit“, erzählt Samuel Breselge.
Sein wissenschaftlicher Werdegang führte ihn von der Leibniz Universität Hannover (2010–2016) über die Northeastern University in Boston, wo er 2019 promovierte, bis nach Irland: Am Teagasc Food Research Centre war er von 2020 bis 2026 als Postdoktorand und Research Officer tätig, bevor er dem Ruf an die TUM folgte.
Ein zentrales Anliegen ist ihm die Arbeit mit Studierenden:
„Ich freue mich darauf, Wissen weiterzugeben, aber auch gemeinsam zu lernen und Studierende dabei zu unterstützen, selbstständig und kritisch zu denken. Mir ist wichtig, nicht nur Fachwissen zu vermitteln, sondern auch Neugier, wissenschaftliches Denken und die Fähigkeit zur kritischen Bewertung von Daten und Konzepten zu fördern.“
Auch die Zusammenarbeit innerhalb der TUM sieht er als große Chance:
„Das breite Netzwerk an Expertisen bietet aus meiner Sicht hervorragende Chancen, komplexe Fragestellungen gemeinsam anzugehen und neue Lösungsansätze zu entwickeln. Die TUM bietet dafür ein starkes und vielseitiges Umfeld“, so Breselge.
Mit Blick auf die Zukunft formuliert er seine Ziele klar:
„Darüber hinaus freue ich mich auf die wissenschaftliche Freiheit, neue und spannende Themen aufzugreifen, Ideen weiterzuentwickeln und gemeinsam mit meinem Team ein Forschungsprogramm aufzubauen, das sowohl grundlegende Fragen beantwortet als auch praktische Anwendungen ermöglicht“, erläutert Prof. Breselge.